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GESCHICHTE Swister Turm Der Swister Turm ist ein Überrest der alten Pfarr- und Wallfahrtskirche des untergegangenen Dorfes Swist auf dem Swister Berg, die 1100 bis 1125 erbaut wurde. 1828 bis 1830 wurde das Kirchenschiff wegen Baufälligkeit abgerissen, 1854 wurde dann der Turm als Betraum wieder hergerichtet. Nachdem im Jahr 2002 die Pfarrgemeinde Eigentümerin wurde, gründete sich der Verein „Swister Turm e.V.“, mit dessen Hilfe der Turm ab Juli 2006 wieder in neuem Glanz erstrahlt (weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Vereins). Burg Vernich Die Burg Vernich ist Nachfolger des viel älteren und bedeutenderen Edelherrensitzes Vernich. Dieser lag südlich des heutigen Ortes Großvernich am östlichen Erftufer. Nachdem Anfang des 18. Jahrhunderts die spätgotische Kleinburg rettungslos verfallen war, erbaute man danach eine vollständig neue Hofesfeste. Diese verwies nur noch durch den umlaufenden Wassergraben und das wappengeschmückte, in Stein gehauene Hauptportal auf ihre ritterliche Vergangenheit. Heute erscheint Burg Vernich als einfache, vierflügelige Hofanlage mit umlaufendem Wassergraben. Burg Metternich Die Wasserburg in Metternich wurde spätestens im 13. Jahrhundert erbaut. Im Jahre 1316 wird erstmals ein Geschlecht erwähnt, das den Namen Metternich trug und als Wappen den Löwen führte. Ihre jetzige Gestalt erhielt die Burg im 17. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurde sie durchgreifend renoviert. Von den ursprünglichen Vorburgen wurde leider nichts mehr erhalten; anstelle dieser wurde 1885 der heutige vierflügelige Gutshof neu erbaut. Nachdem die Burg immer wieder ihren Besitzer wechselte, ging sie 1895 in den Besitz des königlichen Kammerherrn Edmund Freiherr Spies von Büllesheim über, dessen Familie die Burg bis heute bewohnt. Auf Burg Metternich wurde Anfang des 19. Jahrhunderts der Gesellschaftsvertrag der Firma Friedrich Krupp zu Essen geschlossen. Zwischen 1754 und 1827 hat dort Heinrich Gottfried Wilhelm Daniels den Code Zivil ins Deutsche übersetzt und so den Grundstein für das rheinische Zivilgesetz gelegt. Bahnhof Weilerswist Der unter Denkmalschutz stehende Bahnhof Weilerswist ist in seiner Bausubstanz datiert auf das Jahr 1875. Nach seiner Komplettsanierung in den vergangenen Jahren beherbergt er heute neben gut geschnittenen Wohnungen in den Obergeschossen eine attraktive Gastronomie im Bereich der alten Wartehalle sowie einen Kiosk mit Fahrkartenverkauf. Weitere Baudenkmäler In der Gemeinde Weilerswist sind insgesamt 140 historische Bauten als Denkmäler eingestuft. Gemeinde Weilerswist Fachbereich 6 Planen und Bauen Bonner Straße 29 53919 Weilerswist Tel.: 02254/9600-0 Burg Bodenheim https://burgbodenheim.wordpress. com/ Swister Turm Reitanlage an der Burg Vernich Burg Metternich 11


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