GESCHICHTE

Weilerswist_50_03

GESCHICHTE Wappensymbolik Beschreibung aus Sicht des Betrachters: Gespalten; links auf schwarzem Hintergrund ein, mit einem Kreuz besteckter, zweifenstriger, silberner Turm. Rechts auf silbernem Hintergrund ein schwarzer Adler. Der silberne Turm bezieht sich auf den Kernortsteil Weilerswist. Sein Wahrzeichen ist das Swister Türmchen am Westhang der Ville. Weilerswist gehörte seit 1302 zum Erzstift Köln. Deshalb wurden dem Wappen die kölnischen Farben Schwarz und Silber zugrunde gelegt. Der Adler in der rechten Wappenhälfte bezieht sich auf den Ortsteil Lommersum und ist dem Lommersumer Gerichtssiegel von 1675 entnommen. Seine ursprünglichen Farben sind nicht mehr zu ermitteln. Das Wappen weist in der Vereinigung zweier, für die Ortsteile Weilerswist und Lommersum charakteristischer Bilder, auf den Zusammenschluss dieser Ortschaften zur größeren Gemeinde hin. Gemeinde Weilerswist Gemeindearchiv Bonner Straße 29 53919 Weilerswist Tel.: 02254/9600-0 Geschichts- und Heimatverein der Gemeinde Weilerswist e.V. Inselstraße 19, 53919 Weilerswist Oder im Internet: www.geschichtsverein-weilerswist.de 700-jähriges Bestehen, denn erstmals urkundlich erwähnt wurde Weilerswist bereits im Jahre 1310 n. Chr. Den Hauptanteil am Grundbesitz in Weilerswist hatten Adel und geistliche Institutionen. Scheiffartsburg und Kühlseggen waren stattliche Wasserburgen. Die Ruine Scheiffartsburg steht heute nicht mehr. Dagegen besteht weiterhin noch das Burghaus Kühlseggen, welches aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts stammt. Mit dem Einmarsch französischer Armeen endete 1794 im linksrheinischen Gebiet die Kleinstaaterei. 1798 wurde eine einheitliche Verwaltungsorganisation und Gemeindeverfassung eingerichtet, ab 1802 folgte die Neugliederung der Bistümer und Pfarreien, 1804 die Einführung des französischen Zivil- und 1820 des französischen Strafrechts. Manche dieser Einrichtungen blieben erhalten, als das rheinische Land 1816 zum Königreich Preußen kam. Jahrhundertelang war die Landwirtschaft Haupterwerbsquelle mit Burgen und wasserumwehrten Höfen als Großbetrieben. Rückblick Die Gemeinde Weilerswist wurde am 1. Juli 1969 durch das Gesetz des Landes Nordrhein-Westfalen zur kommunalen Neugliederung des Landkreises Euskirchen aus den Gemeinden Lommersum, Metternich, Müggenhausen, Vernich und Weilerswist gebildet. Sie besteht heute aus insgesamt 14 Ortsteilen (Bodenheim, Derkum, Großvernich, Hausweiler, Kleinvernich, Lommersum, Metternich, Müggenhausen, Neuheim, Neukirchen, Ottenheim, Schneppenheim, Schwarzmaar und Weilerswist). Schon seit Jahrhunderten fanden Menschen in der fruchtbaren Börde um Erft und Swist Nahrung und Heimat. Steinzeitmenschen, Bandkeramiker, Urnenfelderleute, Kelten und Germanen, vor allem Römer hinterließen ihre Spuren. Spätestens die Franken gründeten fast alle Dörfer und Einzelhöfe und nahmen den christlichen Glauben an. Im 9. und 10. Jahrhundert verschenkten und verlehnten die deutschen Kaiser und Könige viele Ländereien an ihre Vasallen, Kirchen und Klöster und ihre Getreuen folgten ihrem Beispiel. So hatten im 11. und 12. Jahrhundert die Aachener Pfalzgrafen und ihre Erben größtenteils das Land zwischen Köln, Bonn, Ahr und Erft in ihrem Besitz. Die Herrlichkeit Weilerswist kam 1302 gleichzeitig mit dem benachbarten Metternich durch die Verpfändung des Grafen von Hülchrath an den Kölner Erzbischof und blieb seitdem kölnischer Besitz. Erst kürzlich feierte Weilerswist sein 8


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